Mit dem Segelschiff ins Sommerlager

Wir Pfadfinder vom Stamm St. Fidelis der DPSG in Sigmaringen verbrachten die ersten beiden Augustwochen in Bludenz. Die 20 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 17 Jahren erlebten im jährlich stattfindenden Sommerlager viele tolle Abenteuer passend zum Motto des Lagers „Hol an die Schot! Pfadis auf großer Fahrt“. Wir schliefen nachts in Zelten und verbrachten die milden Sommertage in den Wäldern und Bergen der österreichischen Alpen.

Die Schwarzzelte sind eine Besonderheit und meist nur bei Pfadfindern zu sehen.

Grenzenlose Abenteuer für die Pfadfinder, die in dem vom zehnköpfigen Leitungsteam vorbereiteten Programm sämtliche Naturgesetze hinter sich ließen und mit ihrem Segelschiff durch Zeit und Raum reisten um viele spannende Kulturen und Völker zu besuchen. Zu Beginn unserer Reise erreichten wir das alte Rom. Hier stand alles wie einst schon zu Cäsars Zeiten unter dem Motto „Brot und Spiele“. Verschiedene Stationen, zum Beispiel beim Ringewerfen, dienten dazu kostbare Münzen zu sammeln. Später brauchten die kleinen Römer das Geld um auf dem Forum Romanum für die Römerzeit übliche Gegenstände erwerben zu können, wie Material zum Holzschwert-Bauen oder selbstgemachter Schmuck.

Auch die weiteren Stopps auf der Reise zeigten Besonderheiten der besuchten Kulturen auf: im Kaiserreich China wurden wir Pfadfinder selbst zu kleinen Chinesen und bei den Indianern lernten wir Spuren zu lesen und sich besonders geräuschlos an wilde Tiere anzuschleichen. Selbst bei den Space Piraten machten Wös, Jupfis und Pfadis eine tolle Figur während sie als geschickliche Raumschiffe Güter zur Raumstation transportierten.

Bleibende Erinnerung dank außergewöhnlichem Programm

Neben dem Programm zum Motto auf dem Lagerplatz verbrachten die Kinder und Jugendlichen viel Zeit zum Spielen im nahe gelegenen Wald, besuchten ein örtliches Freibad mit Wasserrutsche und Sportgeräten und lernten die besondere Form von Kochen kennen, wenn traditionell am Abend auf Feuer das Essen für die jeweilige Gruppe zubereitet wurde. Darüber hinaus hatten wir Gelegenheit frische Brötchen für den nächsten Morgen zu backen. Das Küchenteam hatte dafür einen eigenen Ofen aus Lehm und Steinen gebaut. Nicht nur der besondere Umgang mit dem Element Feuer trug zu einem bestimmt für die Kinder und Jugendlichen unvergesslichen Sommerlager bei, sondern mit Gewissheit auch die vielen gemeinsamen Erlebnisse mit den gleichaltrigen Pfadfindern.

Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Sigmaringen nach dem Sommerlager 2017 in Bludenz

Zu Fuß auf dem Weg zum Lagerplatz

Der Zeit auf dem Lagerplatz geht bei uns traditionell eine Wanderung voraus. Die Wölflinge im Alter zwischen 7 und 10 Jahren starteten in Feldkirch ihre zweitägige Unternehmung, während die Jungpfadfinder (10-13 Jahre) bereits einen Tag früher in Deutschland starteten. Während sich die jüngsten Pfadfinder des Stammes also mit Rücksäcken bepackt auf den Weg zum Lager machten, waren die ältesten Gruppenkinder, einige Leiter sowie Ehemalige bereits vor Ort in Bludenz um die ersten Zelte aufzubauen.

Besonderes Abendprogramm

Gesang mit Gitarrenbegleitung am abendlichen Lagerfeuer gehörten ebenso mit zum Lagerleben dazu wie der Versprechensabend gegen Ende des Sommerlagers. An diesem Abend werden jedes Jahr feierlich die für Pfadfinder typischen Halstücher überreicht. Wölflinge haben ein orangenes, Jungpfadfinder ein blaues und ältere Pfadfinder ein grünes. Leiter tragen übrigens nach einiger Zeit ein graues Halstuch. Damit wird die Zugehörigkeit zur jeweiligen Altersstufe zum Ausdruck gebracht. Pfadfinder erhalten das neue Halstuch in der Regel im zweiten Jahr nach dem Wechsel in die nächste Stufe.